Beratung, Forschung, Ausbildung und Weiterbildung in etablierten und neuen Methoden der Humantoxikologie
Das Schweizer Zentrum für angewandte Humantoxikologie (SCAHT) ist ein nationales Kompetenzzentrum und eine Forschungsinfrastruktur für regulatorische Toxikologie mit Sitz in Basel.
Unsere Mission ist es, die menschliche Gesundheit zu schützen und zu einer sicheren und gesunden Umwelt beizutragen, indem wir die Wissenschaft der Humantoxikologie vorantreiben und für regulatorische Zwecke zum Wohle der Gesellschaft nutzbar machen. Zu diesem Zweck fördert das SCAHT die Regulierungswissenschaft, stellt wissenschaftliches Fachwissen im Bereich der regulatorischen Toxikologie bereit und fungiert als Bindeglied zwischen Forschung und Regulierung. Komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse werden dabei in praxisnahe Empfehlungen, Massnahmen und Strategien übersetzt, die die Risikobewertung, das Risikomanagement und die Risikokommunikation unterstützen.
Die Toxikolog:innen des SCAHT stellen wissenschaftliches Fachwissen bereit, um Behörden bei der Risikobewertung, dem Risikomanagement und der Risikokommunikation zu unterstützen. Das Zentrum fungiert als Bindeglied zwischen Forschung und Regulierung und trägt dazu bei, komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Empfehlungen, Massnahmen und Strategien zu übersetzen. Das SCAHT fördert die regulatorische Anwendung etablierter und neuer Methoden - darunter in-vivo, in-vitro und in-silico Ansätze, um neue Herausforderungen anzugehen und mechanistische sowie für den Menschen relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei arbeitet das SCAHT eng mit nationalen Schweizer Behörden sowie mit führenden internationalen Gremien wie der European Food Safety Authority (EFSA) und der European Chemicals Agency (ECHA) zusammen. Zu den jüngsten Aktivitäten zählt die Mitwirkung in der Arbeitsgruppe „Human Health“ der Europäischen Kommission, die an der Entwicklung eines europäischen Fahrplans für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen in der Chemikaliensicherheitsbewertung beteiligt ist.
Die regulatorisch-toxikologische Forschung des SCAHT verfolgt das Ziel, eine bestehende Lücke zwischen akademischer Forschung und regulatorischen Anforderungen in der Schweiz zu schliessen. Im Fokus stehen dabei Fragestellungen der menschlichen Gesundheit mit hoher regulatorischer Relevanz. Die Forschung gliedert sich in zwei komplementäre Bereiche: Erstens die integrative, interne Forschung innerhalb der SCAHT-Direktion in Basel, die sich auf Datenintegration, mechanistische Interpretation, regulatorische Umsetzung sowie die strategische Weiterentwicklung des Programms konzentriert. Zweitens die experimentelle Laborforschung, die von den Schweizer SCAHT-Partnerinstitutionen im Rahmen eines koordinierten vierjährigen Forschungsprogramms durch gezielte Fördermittel umgesetzt wird.
Das Aus- und Weiterbildungsprogramm des SCAHT ist darauf ausgerichtet, den vielfältigen Anforderungen von Wissenschaft, Behörden und Industrie gerecht zu werden. Es umfasst die Koordination von Lehrmodulen im Masterstudiengang „Drug Sciences“ in Basel sowie im Masterstudiengang „Toxicology“ in Genf und beinhaltet zudem Weiterbildungsangebote für Schweizer Behörden und internationale Fachakteure. Darüber hinaus engagiert sich das SCAHT in der Wissenschaftskommunikation und fördert den Austausch zwischen Forschung, Regulierung und Öffentlichkeit.